Barrierefreies Haltestellennetz wächst

Abschluss des dritten Bauabschnittes: Bürgermeister Christian Litzinger an der barrierefrei ausgebauten Bushaltestelle in der Leipziger Allee in Höchst. Foto: PM

Dritter Bauabschnitt abgeschlossen: Bord, Leitstreifen und Wetterschutz erleichtern Menschen mit und ohne Einschränkungen Nutzung des ÖPNV.

Gelnhausen – Die Stadt Gelnhausen hat den Ausbau ihres barrierefreien Haltestellennetzes weiter vorangetrieben. In drei Bauabschnitten wurden häufig genutzte Haltestellen an Hauptstraßen im gesamten Stadtgebiet mit jeweils einem Busbord ausgerüstet, das Höhenunterschiede beim Ein- und Aussteigen ausgleicht. Aber auch Leitstreifen für sehbehinderte Menschen, eine einheitliche Pflasterung und Wetterschutz gehörten zu den Baumaßnahmen.

Im dritten Bauabschnitt wurden sieben Haltepunkte ausgebaut. Nicht nur Rollstuhlfahrer und Menschen mit Behinderung, auch Familien mit Kinderwagen, ältere Menschen mit Rollatoren und Reisende mit viel Gepäck müssen ohne Schwierigkeiten einen Bus besteigen können. „Dafür wird ein Bord installiert, an das der Bus so anfahren kann, dass zwischen Gehweg und Fahrzeug nur noch ein kleiner Spalt besteht, der mit Rollstühlen, Rollatoren oder auch Kinderwagen problemlos überwunden werden kann“, erläutert Projektleiter Thorsten Amend vom Bauamt der Stadt Gelnhausen. Auffällig sind an den neu gestalteten Bushaltestellen auch weiße Streifen und genoppte Flächen. „Dabei handelt es sich um Orientierungsstreifen mit Noppen und größtmöglichem Farbkontrast für Menschen mit Sehbehinderung“, ergänzt Amend.

„Barrierefreie Bushaltestellen sind eine Pflichtaufgabe für die Kommunen. Barrierefreiheit bleibt zwar ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen unterschiedlicher Gruppen von Menschen, sie kommt aber allen zugute, die in ihrer Mobilität oder sensorisch in irgendeiner Weise eingeschränkt sind – vom Kleinkind bis zum hochbetagten Senior“, umreißt Bürgermeister Christian Litzinger die Zielsetzung der Maßnahmen. Nicht alle Bushaltestellen in Gelnhausen sind für einen barrierefreien Ausbau vorgesehen. Gründe dafür seien, so Litzinger und Amend, ein Mangel an Frequenz, Platzmangel oder sonstige schwierige bauliche Gegebenheiten. „Trotzdem werden wir das Ausbauprogramm sukzessive dort fortsetzen, wo es möglich ist und sinnvoll erscheint“, versichert Litzinger.

Den Ausbau des barrierefreien Haltestellennetzes in Gelnhausen unterstützt das Land Hessen mit Fördermitteln.
ari