Erste Naturpark-Partner im Spessart

Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Naturpark-Partner mit Annika Lud-wig (Hessen) und Oliver Kaiser (Bayern), Geschäftsführungen der beiden Naturparke im Spessart. Foto: PM

Letzter Workshop im Rahmen des Projekts Katzensprung 2.0 für ein regionales Partner-Netzwerk.

Main-Kinzig-Kreis – „Ihr habt hier mit den beiden Tourismusverbänden und Naturparken ein tolles Miteinander,“ so Martina Leicher vom Verband deutscher Naturparke (VDN). Sie moderierte den letzten Workshop im Rahmen des Projekts Katzensprung 2.0, bei welchem die Grundsteine für ein regionales Partner-Netzwerk im Spessart gelegt worden sind.

Die beiden Spessart Naturparke gehören zu bundesweit 19 Modell-Naturparken, die sich seit 2022 am Projekt „Katzensprung 2.0 – Aktiv für den Klimaschutz im Deutsch-landtourismus“ beteiligt hatten. Ihr Ziel: sich mit regionalen Partnern in einem Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu engagieren und dieses Engagement auch sichtbar zu machen.

Katzensprung 2.0 läuft kommendes Jahr aus, das junge Netzwerk im Spessart bleibt bestehen und soll wachsen. „Wenn ihr daran arbeitet und euch einbringt,“ motivierte Martina Leicher die Teilnehmenden des Workshops. Mit Vertrauen, Offenheit und Wir-Gefühl könne man dafür sorgen, dass alle Betriebe von diesem Netzwerk profitierten.

Vor allem Hotel- und Gastronomiebetriebe bringen sich derzeit in das frisch gegründete Netzwerk ein. Von ihnen wurden beim Workshop in Langenprozelten im Hotel Imhof die ersten sechs prämiert. Im Naturpark Hessischer Spessart das Café Kränzchen in Bad Orb, das Bergdorf Spessart in Flörsbachtal und der Biohof Kleinhens in Sinntal. Im Naturpark Spessart (Bayern) das Hotel Imhof selbst, das Seehotel Gut Dürnhof und die Sodenthaler Mineralbrunnen GmbH.

Diese Teilnehmenden brachten innovative Ideen wie eine Genuss-Station mit regionalen Produkten, energieeffiziente Konzepte oder Nachfüllteller, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, mit. Auch Transparenz und besonderes Engagement für die Region wurden positiv bewertet. Beurteilt wurden die Betriebe nach bundesweit geltenden Kriterien. Sie beinhalten neben regionalem Engagement betriebliche Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Auch die Vermeidung von Verpackungsmüll, die klimaschonende Stromherstellung oder Nutzung von regionalen Produkten werden honoriert.

Annika Ludwig, Geschäftsführerin des Naturparks Hessischer Spessart, betont die vielfältigen Möglichkeiten des Partnernetzwerks, die weit über touristische Aspekte hinausreichen. Die Kooperation zahlreicher Akteure ermöglicht es beispielsweise, innovative Kooperationen und gemeinsame Angebote zu entwickeln. Ludwig erklärt, dass das Hauptziel darin besteht, die Region als Ganzes für Einheimische und Gäste fit für eine nachhaltige Zukunft zu machen.

Durch die Gewinnung von Beteiligten aus anderen Bereichen wie Bildung, Land- und Forstwirtschaft sowie Outdoor und Sport soll das Netzwerk sowohl in Bezug auf die Branchen als auch auf die Anzahl an Naturparkpartnern weiterwachsen, führt Ludwig weiter aus. Sie zeigt sich erfreut über das Engagement der bereits aktiven Partner und ermutigt weitere interessierte Betriebe, sich dem Naturparkpartner-Netzwerk anzuschließen. Das Netzwerk agiert dabei im engen Schulterschluss mit dem Projekt „Nachhaltiges Reiseziel” im hessischen Spessart, welches ähnliche Ziele mit touristischem Schwerpunkt im gesamten Main-Kinzig-Kreis verfolgt. Kontaktaufnahmen sind über die Verwaltungen der Naturparks möglich. Ein nächstes Treffen des Netzwerks ist für Ende Oktober angesetzt.
ari