Räumlich verteilt für jede Menge Musikgenuss gesorgt

Die verschiedenen Ensembles der Musikschule Main-Kinzig haben unter Corona-Bedingungen ihr Bestes im Ronneburger Jugendzentrum gegeben. Foto: PM

Mit großer Begeisterung bei zwangsläufig reduzierter Teilnehmer- und Besucherzahl, ein Mitglied pro Teilnehmerfamilie, ist die diesjährige Muszierfreizeit Main-Kinzig im Jugendzentrum Ronneburg zu Ende gegangen.

Region – In einem eigens von einem umfangreichen Orga-Team der Musikschule Main-Kinzig ausgeklügelten Raum-, Zeit- und Begehungssystem präsentierten sich die Tastenwerkstatt von Katrin Saravia und Arno Moriwaki, einem einzigartigen Angebot für Pianistinnen und Pianisten, im Ensemble auf mehreren Klavieren zu spielen, sowie das Orchester Kunterbunt und das Streichensemble der Lehrkräfte Christine Lohrmann, Heidrun Quintino und Uschi Röhr in verschiedenen Häusern und Räumen und das zu verschiedenen Zeiten. Während von den Jüngsten bereits weihnachtliche Weisen im Foyer zur Turn- und Schwimmhalle erklangen, boten die drei Piano-Ensembles auf drei Klavieren Lateinamerikanisches, Swing und Edward Griegs „Bergkönig“ zu mehreren Händen in eigenen Arrangements in der „Disco“ der seit Jahrzehnten von den Musikschulen genutzten Einrichtung dar.

Den Auftakt, während die letzten noch beim Mittagessen waren, gestaltete die Rockband, das jährlich größte Ensemble von Peter Back und Christoph Schneider im großen Saal. Mit großem technischen Aufwand und einfühlsamen eigenen Bearbeitungen der Dozenten waren Suzane Vegas „Tom’s Diner“, „Walking On Sunshine“ von Katrina & The Waves und der Superhit „Somebody That I Used To Know“ von Gotye geboten.

Den Abschluss gestalteten Hörner, Posaunen, Querflöten, Trompeten, Klarinetten und Querflöten sowie Saxophone mit schmissig, treffsicher und sehr engagiert vorgetragen Favoriten der jungen Bläserinnen und Bläser, wiederum in einem anderen Raum zu einer anderen Zeit. Den begeisterten Eltern wurden Stücke des bekannten Ensemblekomponisten Jacob de Haan und der „Zungenbrecher“ „Supercalifragilisticexpialidocious“, moderiert natürlich von den Jugendlichen selbst, vorgetragen. Alle verließen fröhlich und wohl motiviert das Ronneburger Domizil, das drei Tage unter größter Sorgfalt und Hygiene von pandemiebedingt auf 70 Teilnehmern reduziert, mit Musik und Leben erfüllt wurde.

Landrat und Schirmherr Thorsten Stolz konnte sich durch einen ausgedehnten persönlichen Besuch und einem Wandeln durch zahlreiche Räumlichkeiten des Jugendzentrums von der Leistung der elf Lehrkräfte und zahlreichen Betreuer sowie dem Engagement der jungen Musiker im Alter von acht bis 18 Jahren und einer ausgeprägten stilistischen und pädagogischen Vielfalt überzeugen. Zeitgleich zum Event trafen sich die Mitwirkenden der bekannten RainbowSingers unter der Leitung von Claudia Prinzhaus und Peter Breitenbach, einem Angebot für musizierende Menschen mit Behinderung, logistisch bedingt in ihrem eigenen Domzil im Lebenshilfe-Haus in Gelnhausen, ebenfalls in das Konzept der Freizeit einbezogen und im abschließend gedrehten filmischen Dokument – wie alle Beiträge – festgehalten.

Eine Förderung erhielt das seit Jahrzehnten bekannte und beliebte Projekt der musikalischen Begegnung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der Kulturförderung des Main-Kinzig-Kreises und der Stiftung der Sparkasse Hanau.
upn

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