„Wir möchten hier gemeinsam Zeichen setzen“

Bilden ein gutes Team: Stefanie Siemon-Gärtner, stellvertretende Pflegedirektorin, und Samuel Palitzsch, Pflegedirektor an den Main-Kinzig-Kliniken. Foto: pm

Seit Januar dieses Jahres bilden Samuel Palitzsch und Stefanie Siemon-Gärtner die pflegerische Führungsspitze an den Main-Kinzig-Kliniken. Sie schauen auf ein Halbjahr zurück, das von vielen Herausforderungen geprägt war.

Gelnhausen/Schlüchtern – Mit Blick nach vorn freuen sich Samuel Palitzsch und Stefanie Siemon-Gärtner auf die weitere verantwortungsvolle Tätigkeit: „Es ist unser gemeinsamer Anspruch, sowohl die Patientenversorgung als auch die Arbeitssituation für die Mitarbeiter nachhaltig positiv weiterzuentwickeln.“

Mit mehr als 1500 Mitarbeitern bildet die Pflege den größten beruflichen Bereich des Krankenhauses. Während Palitzsch in seiner Funktion als Pflegedirektor insbesondere in Gelnhausen tätig ist, ist die stellvertretende Pflegedirektorin Siemon-Gärtner Ansprechpartnerin in Schlüchtern.

„Es hat sich sehr bewährt, an beiden Klinikstandorten vertreten zu sein“, so das Führungsteam über die neue Aufteilung. So gebe es natürlich standortspezifische Aufgaben, jedoch keine streng voneinander abgegrenzten Tätigkeitsbereiche: „Wir tauschen uns kontinuierlich aus und vertreten uns gegenseitig.“

Die Arbeit des Direktionsteams, das die Nachfolge von Elke Pfeifer und Klaus Weigelt antrat, wurde von Beginn an stark durch die Corona-Pandemie geprägt. „Diese Zeit hat unseren Kolleginnen und Kollegen viel abverlangt“, so der 36-jährige Palitzsch: „Es galt kontinuierlich Strukturen und Prozesse anzupassen sowie nach und nach wieder in den Regelbetrieb überzugehen.“ Vor Kurzem wurde in Gelnhausen die neue Intensivstation in Betrieb genommen, inzwischen sind auch die Normalstationen aufgrund steigender Patientenzahlen wieder stärker belegt.

Um den Herausforderungen zu begegnen, hat das Team veränderte Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen, verbunden mit neuen Verantwortlichkeiten, etabliert und diese somit an die Erfordernisse der großen Organisationseinheit Pflege angepasst. Regelmäßige Austauschrunden mit den Bereichs- und Stationsleitungen sowie weiteren Fachabteilungen sind für Palitzsch und Siemon-Gärtner ebenso selbstverständlich wie die kontinuierliche Förderung des standortübergreifenden Dialoges. Eine stärkere Verzahnung könne bereits im Rahmen der Ausbildung beginnen, sagt Siemon-Gärtner. Die Themen Ausbildung und Gewinnung von pflegerischen Mitarbeitern seien auf der Agenda des Direktionsteams aktuell und auch zukünftig hochrelevant. „Mit neuen, flexiblen Konzepten und Raum für innovative Ideen möchten wir hier gemeinsam Zeichen setzen“, so die 41-Jährige.

Um eine hohe Pflegequalität zu gewährleisten und auszubauen, gelte es, die vielfältigen Erfahrungen und Sichtweisen der unterschiedlichen Berufsgruppen, Bereiche und Standorte in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen. Palitzsch und Siemon-Gärtner betonen die wichtige Rolle der Kolleginnen und Kollegen auf jeder einzelnen Station: „Entscheidend ist, dass routinierte Teams aus Bereichs- und Stationsleitungen gemeinsam mit engagierten Pflegefachkräften tagtäglich eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten sicherstellen.“

Sie machen deutlich, dass neben der Koordination auch die Förderung des Wissensaustausches zu den gemeinsamen Kernaufgaben gehöre: „Das auf den Stationen vorhandene Fachwissen soll zukünftig noch stärker vertieft und geteilt werden. Dies trägt dazu bei, Mitarbeiter und Teams nachhaltig zu entwickeln und zu stärken.“

Eine Neuerung, die auch nach außen sichtbar ist, betrifft die petrolfarbene Pflegekleidung: Als Zeichen der Identifikation mit der Berufsgruppe wird diese seit Kurzem getragen von allen, die auf den Stationen tätig sind. „Die bisherige optische Unterscheidung, ob eine Person am ersten Ausbildungstag oder schon seit vielen Jahren bei uns arbeitet, entfällt damit. So wird deutlich: Jeder ist willkommen und von Beginn an Teil des Teams.“

Dies ist eine Erfahrung, die Palitzsch und Siemon-Gärtner im Zuge der Amtsübernahme ebenfalls machen durften. Sie erinnern sich: „Wir waren sehr dankbar für den herzlichen Empfang, der uns zu Beginn des Jahres bereitet wurde und den großen Vertrauensvorschuss unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser hat eine wertvolle Basis für unsere gemeinsame Arbeit gelegt.“ upn

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